Lydia Kind - Wie wird Westwing zur erlebbaren Marke – über digital hinaus?
Shownotes
Wie wird Westwing zur erlebbaren Marke – über digital hinaus? Westwing war jahrelang rein digital. Heute gibt es deutschlandweit zehn Stores und einen Design Service, der zu den Menschen nach Hause kommt. Katharina de Silva spricht mit Lydia Kind, Chief Marketing Officer, darüber, wie aus einem Shopping-Club eine Design-Brand wurde, die man anfassen und erleben kann. Lydia Kind kommt aus der Mode. Zuletzt war sie Global Creative Director bei Zalando. Sie spricht darüber, was dieser Hintergrund für die Markenführung im Interior bedeutet und welche Entscheidungen eine Marke braucht, um wirklich erlebbar zu werden.
Kapitel (00:01:16) Was überrascht jemanden aus der Modewelt an Interior? (00:03:39) Ein Sofa als „It-Bag fürs Zuhause": die Idee hinter der Kampagne (00:05:21) Wofür steht Westwing heute? (00:07:53) Was steckt hinter „Live Beautiful"? (00:10:37) Was verändert sich, wenn Kund*innen die Marke anfassen können? (00:12:59) Warum war Westwing 2025 nicht auf dem Salone del Mobile? (00:15:56) Welche Rolle spielt Social Media in der Markenstrategie? (00:19:05) Influencer, Creator, Tastemaker: wie denkt Westwing das Ökosystem? (00:22:09) Was leistet die eigene Westwing Collection? (00:24:03) Wie verändert der Design Service die Markenbeziehung? (00:26:45) Nach welchen Kriterien wählt Westwing Kooperationspartner aus? (00:31:53) Was unterscheidet starke D2C-Marken von austauschbaren? (00:33:27) Welche Rolle spielt KI bei Westwing? (00:35:41) Worauf ist Lydia am stolzesten?
Takeaways
Stores sind für Westwing kein reines Vertriebsformat. Lydia Kind beschreibt, wie Westwing-Mitarbeitende selbst in den Stores arbeiten, um die Kund*innen direkt zu erleben. Für eine Marke, die jahrelang rein digital war, ist das ein grundlegender Perspektivwechsel: Nähe zur Zielgruppe entsteht nicht im Dashboard, sondern im Gespräch.
Wie macht man eine Marke über Menschen erlebbar? Westwing setzt auf ein dreistufiges Ökosystem aus Influencern, Creatorn und Tastemaker. Tastemaker mit teils nur 2.000 Followern zeigen Westwing-Produkte in echten Wohnungen, nicht im perfekt inszenierten Shooting. Das schafft eine Nähe, die Reichweite allein nicht ersetzen kann. Und den Content nutzt Westwing direkt auf der eigenen Plattform weiter.
Was leistet die Westwing Collection für die Marke? Die eigene Kollektion ist für Westwing mehr als ein Sortimentsbaustein, sie ist der Backbone der Marke. Lydia Kind beschreibt, wie Marketing und Designteam eng zusammenarbeiten, um Produkte zu entwickeln, die sowohl marktrelevant als auch kommunikationsstark sind. Bei Third-Party-Brands bleibt der kreative Spielraum klein. Bei der eigenen Kollektion kann Westwing Trends nicht nur aufgreifen, sondern setzen.
Was leistet ein Design Service für die Markenbeziehung? Der Design Service ist keine Produktverlängerung. Er ist der Moment, in dem die Marke wirklich persönlich wird. Die Beratung erfolgt wahlweise online, oder jemand von Westwing kommt ins Wohnzimmer, nimmt den Floorplan auf, erstellt ein 3D-Konzept.
Wie entsteht Markenkonsistenz über alle Touchpoints hinweg? „Das Wichtigste ist, Entscheidungen zu treffen und Nein zu sagen." Ob Store, Kampagne, Kooperation oder Social Media: Konsistenz entsteht nicht durch Präsenz überall, sondern durch Konsequenz in allem. Und das ist, wie sie selbst sagt, nicht immer bequem.
Der Podcast des German Design Council Design Perspectives Podcast Wie können wir Design als Hebel für Transformation und wirtschaftlichen Erfolg nutzen? Darüber sprechen wir mit Persönlichkeiten aus Design, Markenführung und Architektur. Sie geben uns Einblicke, wie Transformation, Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg im Unternehmen Hand in Hand gehen können. Interessant, informativ, inspirierend.
Transkript anzeigen
00:00:02: Also es ist natürlich für uns einmal total wichtig, dieses Erleben.
00:00:05: Wir sprechen über Produkte die du im Idealfall ganz lange zuhause hast.
00:00:09: Da ist es natürlich insofern wichtig das vielleicht auch mal anfassen zu können.
00:00:12: Dieses sehr persönliche Echte spielt eine große Rolle.
00:00:15: Die mag wirklich zu erleben.
00:00:17: wie riecht's denn in so einem Store?
00:00:18: Wie sitzt sichs auf so nem Sofa und wie fasst sich an?
00:00:21: was gehört alles dazu zu dieser Welt West
00:00:24: Wing?
00:00:28: Willkommen bei Design Prospektives dem Podcast des German Design Council.
00:00:32: Ich bin Katharina De Silva und hier sprechen wir über Design, Architektur und Markenführung.
00:00:38: Mein heutiger Gast – Lydia Kindt Chief Marketing Officer von West Wing.
00:00:44: Lydia hat ihre Karriere in der Mode gestartet Und diese Erfahrung bringt sie heute mit wenn es darum geht eine Lifestyle-Marke über alle Kanäle hinweg zu orchestrieren.
00:00:54: Wir sprechen gleich darüber wie man eine Brand führt die früher rein digital gewesen ist Und was sich verändert, wenn plötzlich echte Stores und echte Begegnungen dazukommen.
00:01:06: Lydia, ich freue mich total, dass es geklappt hat!
00:01:08: Wir haben ja ein paar Anläufer im Vorfeld gebraucht, mussten irgendwie einen zwei Mal verschieben... ...und ja man hört's mir ein bisschen an, ich bin leider auch total erkältet aber ich wollte das Gespräch unbedingt führen heute mit dir nicht nochmal verschieben.
00:01:20: Ich freue mich nämlich total, da du dir Zeit genommen hast.
00:01:22: Ja vielen Dank für die Einladung Katharina, ich freu' mich auch sehr, dass ist geklappt.
00:01:27: Schön
00:01:28: Ja, Linia.
00:01:29: Du kommst ja ursprünglich aus der Mode und hast dort über zwanzig Jahre Markenerfahrung gesammelt.
00:01:35: Bei Diesel bist du gewesen dann sieben Jahre bei Zalando zuletzt als Global Creative Director.
00:01:40: In den vergangenen Jahren ist es für dich zu West Wing gewechselt und erst als Vice-President Brand in Creative und seit letztem Jahr September bist du CMO.
00:01:50: Jetzt sind Mode und Interior ja doch ein bisschen unterschiedliche Welten.
00:01:54: Was hat dich denn am meisten überrascht, beziehungsweise was konntest du aus der Mode mitnehmen?
00:01:59: Und was war für dich vielleicht komplett neu?
00:02:03: Also ich glaube ehrlich gesagt dass Interior wesentlich emotionaler sogar ist als Fashion.
00:02:10: noch Wenn ich mir ein Kleid kaufe oder einen Trendpiece, dann mache ich das vielleicht für den Abend.
00:02:17: Oder für eine Saison oder für einen speziellen Anlass.
00:02:21: aber ein Sofa zum Beispiel ist ja etwas, dass begleitet mich vielleicht zehn Jahre, vielleicht über mehrere Generationen und auf diesem Sofa werden Kinder geboren, werden Geschichten vorgelesen, passieren viele tolle Sachen.
00:02:36: Das heißt diese Emotionalität und diese Welt die man auch schafft mit Interiors etwas, was mich unheimlich gereizt hat und was auch in der Art wie wir kommunizieren einfach viel mehr Möglichkeiten gibt oder viel tiefere Möglichkeiten gibt als in der Fashion.
00:02:56: Weil man eben nicht nur Möbel verkauft sondern eben ganze Momente erschaffen kann und Teil von etwas sein kann, was viel größer ist.
00:03:06: Okay du hast gesagt das verändert die Art und Weise wie man auch die Marke erzählt.
00:03:10: vielleicht kannst und Beispiel geben.
00:03:14: Naja, also wie gesagt ich finde dass wir nicht nur einen Möbel verkaufen oder bestimmte Trends setzen oder wie ein Katalog sind aus dem man sich etwas aussuchen kann sondern wir als Designmarke nicht nur als Retailer die Verantwortung haben unsere Kunden bisschen an die Hand zu nehmen und entsprechend ihnen die Möglichkeit zu geben ihr zu Hause so zu gestalten, wie es zu ihnen passt.
00:03:43: Also wenn du als Beispiel nehmen willst in der Fashion gibt's bestimmte Trends kulturell oder eben aus der Mode kommend die kommuniziert werden sollen während du bei Home and Living und bei Möbeln eben viel mehr die Möglichkeit hast oder die Verantwortung auch hast die Kundinnen an die Hand zu nehmen und ihre eigene Persönlichkeit finden zu lassen durch deine Produkte.
00:04:09: Euer neues Sofa Wolke, das beschreibt ihr in der Kampagne als die It Back für Dein Zuhause.
00:04:14: Das fand ich spannend!
00:04:15: Das ist ja eine klassische Fashionreferenz.
00:04:18: Was war denn die Idee dahinter?
00:04:20: Da haben wir uns tatsächlich so ein bisschen an der Modewelt orientiert und haben gesagt, wir wollen die Begehrlichkeit und Emotionalität.
00:04:28: Die in der Mode-Welt herrscht, wenn es um solche Itback gibt's da gehts ja auch mehr als um ein Produkt.
00:04:36: Da gehts mir um eine Haltung, ne?
00:04:38: Wenn ich eine bestimmte Tasche habe gehört zu einer gewissen Gruppe dazu Identität und eben auch diesen Wunsch zu dieser Gruppe dazuzugehören Und das haben wir für zu Hause zu übersetzen.
00:04:50: Weil wie gesagt, ne?
00:04:51: Also eine Tasche kann preislich da liegen wo ein so verliegt aber es ist eben etwas was eventuell viel viel länger bei dir Zuhause auch einen Raum hat und dementsprechend fanden wir das ganz interessant.
00:05:05: diese diese Verbindung
00:05:08: Sieht auf den Bildern tatsächlich so aus, als gibt es dieses Sofa auch im Handtauschenformat.
00:05:13: Habt ihr das auch produzieren lassen?
00:05:15: Wir haben's tatsächlich produzierenlassen und relativ aufwendig.
00:05:19: Also wir haben da mit jemandem aus Mailand zusammengearbeitet der Taschen für Bollons Jager macht und er hat uns diese Taschen Prototypen herstellen lassen einmal für die Produktion also für das eigentliche Shooting aber am Ende auch tatsächlich haben wird es auch als Product Placement benutzt um sozusagen diese Brücke zu schlagen zwischen der Tasche und dem eigentlichen Produkt.
00:05:45: Lass uns doch noch mal einen Schritt zurückgehen, wenn du die Marke West Wing heute beschreiben müsstest?
00:05:50: Wofür steht sie und für wen eigentlich?
00:05:55: Also West Wing, ich glaube wir entwickeln uns vom Händler zu einer Designmarke also was sich gerade schon sagt den Händlern Produkte zur Verfügung stellt.
00:06:06: Also du hast einen riesen Katalog, du suchst ein Stuhl und gehst durch zwei tausend unterschiedliche Stühle bis zu eben den hast, wo du denkst ja gut Farbe oder so.
00:06:14: ne das passt ganz gut zu mir hin zu einer Designmarke die viel mehr tut nämlich Geschmack prägt also eine klare Kuration wie gesagt die Kundinnen an die Hand nimmt und ihnen hilft ihre Persönlichkeit sehr geschmackvoll darzustellen.
00:06:37: Und da, also unsere Zielsetzung ist eben auch eine entsprechende Kundin... anzusprechen.
00:06:43: Also jemand, der oder die sich für Design interessiert und die eben großes Interesse daran hat ein Zuhause zu gestalten was zu ihr zu ihm passt und was aber auch einen gewissen Design Anspruch hat und da eben die Möglichkeit zu geben und so etwas bisschen vorzukuratieren sei es mit der eigenen West Wing Collection wo wir natürlich unsere Kundinnen auch gut kennen und so ein bisschen auch wissen das ist die Richtung die ganz klar kuratiert sind für unsere Zielgruppe.
00:07:16: Okay, auf die West Wing Collection gehen wir später noch ein.
00:07:20: Früher war West Wing ja eher ein Shopping-Club vor allem mit Daily Deals und täglich wechselnden Sales.
00:07:26: Heute sagt ihr es geht euch nicht mehr nur ums Verkaufen sondern um echte Erlebnisse.
00:07:31: was hat sich da bei euch verändert?
00:07:33: Ja, also das geht auch so ein bisschen in die Richtung was ich gerade sagte.
00:07:37: Also es geht nicht darum irgendwelche Produkte an den Mann zu bringen, an die Frau zu bringen sondern es geht wirklich darum also Erlebnisse zu schaffen ist... im Zuhause oder dazu sein, wo diese Erlebnisse stattfinden mit den richtigen Produkten die langlebig sind.
00:07:54: Mit, die eine Qualität haben, die einen Designanspruch haben also wirklich hin zu einer Kuration und einer Geschmackssicherheit für unsere Kundinnen versus jeden Tag neuer Sale, ne?
00:08:10: Also wirklich hinzunehmen zu einer Qualität vs.
00:08:14: nach Quantität auch
00:08:16: Okay.
00:08:17: Die Kampagne, die so ein bisschen das geändert hat bei euch war ja Lift Beautiful glaube ich, in den Jahren im Jahr- und Jahrzehnte.
00:08:24: Damals habt ihr auch das komplette visuelle Erscheinungsbild der Marke verändert?
00:08:28: Warum war diese Entscheidung wichtig?
00:08:30: Ja genau, ist Lift Beautiful mehr als eine Kampagne.
00:08:35: Zu dem Zeitpunkt war West Wing über elf Jahre zu einer Love Brand gewachsen Und keiner wusste so richtig, warum.
00:08:44: Also man konnte sich so denken und irgendwie funktionierte gut aber keiner hat es so richtig definiert.
00:08:50: Es ging wirklich dann darum zu... dass einfach das was da ist einmal zu distillieren, auf die Basis und auf der Basis aufbauen richtig zu kommunizieren.
00:09:00: Wir haben dann ein Riesenbrand-Exercise gemacht was ehrlich gesagt total schön war weil es war nicht wo.
00:09:06: wir setzen uns jetzt hin und erfinden was, wo kommt diese Marke her?
00:09:09: Und jetzt ist hier eine Mission, eine Vision
00:09:11: usw.,
00:09:12: sondern wir mussten wirklich uns einfach nur anschauen was da ist.
00:09:15: also West Wing ist ne Marke, die ist gegründet aus einer Idee heraus runter schreiben und auf der Basis dann sagen, wen wollen wir denn damit überhaupt erreichen?
00:09:26: Also wer ist denn unsere Zielgruppe?
00:09:28: auch da einfach ein bisschen klarer reingehen.
00:09:31: Und das ist die Crux finde ich.
00:09:34: Das ist das was natürlich das Schwerste ist und was viele Marken meines Erachtens nach vergessen zu machen.
00:09:40: Auf der Basi dafür zu sorgen dass nicht nur wir das wissen als West Wing, als Mitarbeitende.
00:09:46: Sondern dass auch der Konsument das sieht.
00:09:48: also dann haben wir das genommen und diese strategische Basis um unsere ganze Visualität darauf umzubauen.
00:09:56: Sind wir nicht einfach hingegangen und haben gesagt, es muss irgendwie ein bisschen besser aussehen?
00:09:59: Sondern wir haben gesagt okay wen wollen wir erreichen?
00:10:01: wie erreichen wir was sind die Punkte die relevant haben.
00:10:04: Und wie sieht das dann aus?
00:10:06: Und daraufhin haben wir dann eben die komplette Bildsprache überarbeitet.
00:10:09: Wir haben unsere komplette CI Logo überarbeitete Ton of Voice überarbeiteten.
00:10:16: Daraus ist dann Live Beautiful entstanden, der Lounge unserer komplett neuen Visualität und natürlich auch das neue Businessmodell ein bisschen weg von den Daily Sales hin zu der Design Brand.
00:10:32: Jetzt war West Wing ja lange rein digital und heute gibt es ich glaube zehn Stores in ganz Deutschland.
00:10:38: unter anderem ganz frisch hat einer in Frankfurt eröffnet hier in meiner Heimatstadt.
00:10:43: Außerdem habt ihr Stores in Kopenhagen und Paris.
00:10:46: Was verändert sich denn, wenn Kunden die Marke nicht mehr nur online sehen sondern auch physisch erleben können?
00:10:53: Ja!
00:10:54: Also es ist natürlich für uns einmal total wichtig genau was du sagst dieses Erleben.
00:10:58: also wir sprechen über Produkte die du im Idealfall wie gesagt ganz lange zuhause hast den gewissen Qualität haben und wir haben diesen Qualitätsanspruch.
00:11:07: Produkte haben auch diese Qualität und da ist es natürlich insofern wichtig, das vielleicht auch mal anfassen zu können.
00:11:13: Das mal sehen zu können, persönliche Beratung zu bekommen einfach dieses sehr persönliche Echte spielt eine große Rolle.
00:11:22: die mag wirklich zu erleben wie riecht's denn in so einem Store?
00:11:25: Wie wird man begrüßt?
00:11:27: Wie sitzt sichs auf so nem Sofa und wie fasst sich an?
00:11:31: und was gehört alles dazu zu dieser Welt West Wing?
00:11:35: also dieses ist ja ne komplette Welt die wir da bauen und dafür ist es total hilfreich, auch die Kunden kennenzulernen.
00:11:45: Also auch wir Mitarbeitende von West Wing sind in den Stores und arbeiten da von Time to time also einfach so diesen direkten Kontakt zu haben auch unabhängig davon, dass es gut ist für den Kunden das Produkt zu erleben.
00:12:00: Für uns ist es auch gut, die Kunden zu erlebten und aus Kommunikationssicht ist es natürlich noch eine Ebene mehr.
00:12:10: also wenn du als Marke musst Wir wollen konsistent kommunizieren.
00:12:15: Es muss ein klares Bild davon geben, wer ist West Wing?
00:12:19: Wir haben eine Meinung, wir haben einen Stil und diesen Stil.
00:12:22: Und diese Meinung, dass du mehr Kanäle hast über die du kommuniziert.
00:12:27: Und du hast auch den Channel am Ende des Tages, dass du klarer musstest in deinen Entscheidungen sein.
00:12:34: Du kannst jetzt nicht sagen, ah ja, in Frankfurt machen wir mal so und in Berlin so und auf Social Media passiert jetzt Folgendes und eine Out of Home-Kampagne sieht so aus sondern das alles zusammenzuführen ist unheimlich spannend und dafür ist aber auch natürlich total wichtig eben, dass diese klare Meinung und dieses klare Bild der Marke vorhanden ist.
00:12:53: Okay, auf das Zusammenführen können wir auch später noch mal zu sprechen.
00:12:57: Thema persönliche Begegnungen – ich habe in Mailand dieses Jahr nach euch Ausschau gehalten aber da wart ihr nicht zu finden.
00:13:04: Ich glaube, seit die ersten Mal im Salone gewesen, dieses Jahr habt ihr euch bewusst dagegen entschieden.
00:13:11: warum?
00:13:12: Also ... Wir waren schon da, Mit unserem Social Media Team, wir haben Content produziert.
00:13:19: Wir haben junge interessante Designer-Designerinnen gefeaturet und haben Trends gezeigt.
00:13:26: Wir als West Wing haben uns genau bewusst dagegen entschieden vor Ort zu sein.
00:13:32: erstens weil wir jetzt auch nicht dieses eine Produkt haben was wir gelaunched haben.
00:13:37: Also der Salone ist ein Moment, wo man neue Produkte zeigt.
00:13:41: Nicht eins was es schon gibt.
00:13:42: Zwei, vierundzwanzig war das Wolkesofas haben wir da zum allerersten Mal gezeigt und es ging rund um dieses Sofa.
00:13:49: Das hatten wir in der Form nicht.
00:13:52: Ich finde auch, Meiland ist ein Ort.
00:13:57: Es ist immer mehr ... Der Salon wurde immer mehr kommerzialisiert, wenn man ... Ich war persönlich da natürlich.
00:14:02: Wenn du dann kannst in die H&M-Showrooms gehen und so weiter und sofort guckst dir alles an.
00:14:08: Aber der Kern vom Salone oder der Week, der Designweek is für mich Trends.
00:14:14: Junge Designer, Innovation!
00:14:16: Und ich sehe unsere Rolle als West Wing.
00:14:19: Da tatsächlich eher als supporter, als wir haben... acht Komma sechs Millionen Follower innen auf Instagram alleine.
00:14:29: Wir sprechen jetzt nicht über YouTube und TikTok, wir haben die Möglichkeit auf der einen Seite zu zeigen was sind die Trends?
00:14:35: Und auf der anderen Seite auch jungen Designern und Designerinnen in den gewissen Plattformen Publikum zu bieten.
00:14:42: das finde ich viel viel interessanter als Facilitator da zu sein als als kommerzielle Marke die sich irgendwie ein Raum kauft für sehr viel Geld und einmal Hallo sagt finde ich unsere Rolle sehe ich da tatsächlich nicht so sehr.
00:14:59: Ja, du hast es gerade schon angesprochen ihr habt fast neun Millionen Follower auf Instagram.
00:15:03: also da passiert ja fast noch mehr als bei den physischen Begegnungen kann man sagen und auch da kann man eben eine Marke richtig erleben wie wichtig ist Social Media tatsächlich für eure komplette Markenstrategie?
00:15:16: Social Media spielt für uns natürlich eine sehr große Rolle eben aufgrund der Reichweite, die wir haben.
00:15:22: Fast neun Millionen auf Instagram und alle Kanäle.
00:15:27: zusammen haben wir über zehn Millionen Follower in Europa weit.
00:15:31: Und wir haben auch eine sehr engagierte Community.
00:15:36: Entsprechend ist das für uns ein Owned and Earned Reach den wir nutzen.
00:15:44: Unsere Strategie tatsächlich auch so umgestellt, dass wir Social ins Zentrum stellen unserer Kommunikation.
00:15:50: Was bedeutet das?
00:15:52: Dass wir nicht als Beispiel uns eine Kampagne überlegen und dann sagen, ah ja!
00:15:57: Und dann kommt das Social-Miniateam und dreht noch ein bisschen behind the scenes oder so sondern dass wir tatsächlich aus Social heraus denken.
00:16:05: Also, wie ist die Relevanz für Social Media als allererstes?
00:16:10: Weil Social Media mehr ist als nur ein Kanal.
00:16:12: Das ist eine Art, wie wir alle leben und kommunizieren.
00:16:15: Es ist Entertainment versus... Ich gucke mir ein paar Bilder an.
00:16:19: Und das sozusagen als Zentrum zu nehmen und daraus heraus dieses Ökosystemen an Kanälen, die wir haben, zu bespielen.
00:16:28: Darum geht es eigentlich.
00:16:31: Wir sind natürlich auch sehr schnelllebig.
00:16:34: du irgendwie in der Jahresstrategie planst und dann ein Jahr später guckst du dem mal an wie es denn gelaufen, sondern wir gucken uns das tatsächlich ohne Daily Bases an.
00:16:42: Und wir adaptieren entsprechend.
00:16:44: so haben wir zum Beispiel gesehen dass bestimmte Produktformorte bei uns sehr gut funktionieren darauf aufbauend weitere Formate entwickelt.
00:16:57: Also wir haben einfach einen, ein Asset zum Beispiel.
00:17:00: das hat mittlerweile über YouTube Shorts und Instagram dreiunddreißig Millionen organische Views.
00:17:09: Okay wow
00:17:11: also organisch bedeutet Kein Paid dahinter.
00:17:13: Das sind Leute, die haben sich das angeschaut und geteilt.
00:17:17: Die wollten das von sich aus anschauen.
00:17:19: Dreiunddreißig Millionen.
00:17:20: Wahnsinn!
00:17:21: Eine wahnsinnige Zahl.
00:17:24: Und das war ein Produkt-Real.
00:17:25: Das war nicht irgendwie Funny.
00:17:27: Wir sind irgendwo drauf gesprungen und haben einen lustigen Meme gemacht weil es gerade ein Trend ist.
00:17:31: Davon würde ich sowieso gerne etwas abstand, sondern es war ein produktfokussiertes Real.
00:17:38: In dem Fall ging's um eine Vase.
00:17:40: Das schauen wir uns natürlich an und sagen, okay wie können wir daraus mehr machen?
00:17:45: Am Ende des Tages haben wir diese große Reichweite.
00:17:49: Aber unsere Zielsetzung ist es natürlich nicht nur zu entertainen sondern am Ende des Tages wollen wir unsere Produkte zeigen und wir wollen auch verkaufen.
00:17:59: also wir müssen die Teile die wir zeigen.
00:18:02: im Idealfall sehen die Leute das, verknüpfen es mit West Wing und landen bei uns auf dem Shop.
00:18:09: Ihr arbeitet ja auch auf Social Media viel mit Creators zusammen und Interior Influencern.
00:18:14: Nach welchen Kriterien wählt ihr die aus?
00:18:16: Und welche Rolle spielen die bei euch?
00:18:18: Also wir haben da verschiedene, tatsächlich verschiedene Kategorien Tiers.
00:18:22: Wir haben klassische Influencer, wir haben Creator, wir ham Taste Maker.
00:18:26: also wir haben dann relativ großes Ökosystem was auch verzweigt und durchdacht ist und verschiedene Zielsetzungen hat ne?
00:18:35: Also Influenza Marketing ganz klassisch, da arbeiten wir mit Leuten zusammen die zu unseren Werten passen, die zu unserer Marke passen das natürlich wichtig ne?
00:18:44: Die eben auch dieses Live Beautiful darstellen können.
00:18:48: Und da geht es viel um Reichweite, um das Erreichen von deren Zielgruppe.
00:18:54: Also wir müssen natürlich auch raus aus unserem eigenen Sud hin zu anderen Zielgruppen.
00:18:58: Was gibt tatsächlich immer noch relativ viele Leute die West Wing nicht kennen?
00:19:01: Man glaubt es kaum weil in der eigenen Bubble kennen das alle aber außerhalb der eigenen Bubble muss man sagen ist unsere Brand Awareness hat immer noch sehr viel Luft nach oben und da ist das natürlich sehr wichtig.
00:19:14: dann haben wir unser Creator dessen kleine Profile, die wirklich das Produkt zeigen wie es zu Hause ist und wirklich mehr in diese Produktinszenierung reingehen.
00:19:25: Und dann haben wir Tastemaker und das können noch kleinere.
00:19:29: Das können wirklich Micro Profile sein, also die können teilweise nur zweitausend Follower innen haben.
00:19:35: Da sind wir diesen sehr stark kuratiert.
00:19:38: Das sind Meinungsmacher in verschiedenen Städten, in verschiedenen Bubbles, die eben da eine gewisse Autorität haben.
00:19:47: Und das sind tatsächlich Leute, die uns bis vor Kurzem gar nicht auf dem Schirm hatten.
00:19:51: Die sind sehr spitzteilweise auch.
00:19:54: aber suchen wir einmal dafür aus, dass wir eben ... davon haben mehrere und die dann wiederum zu ihrer Community sprechen.
00:20:02: Und auf der anderen Seite produzieren sie auch Content für uns.
00:20:05: Das heißt in ihrem Look-in viel sind die Autoritäten aus diesen Bereichen, die wiederum das Thema Geschmack und an die Hand nehmen ein bisschen für uns kommunizieren und die entsprechend in ihrem Zuhause in der Art und Weise wie Sie leben ein WG-Zimmer sein.
00:20:23: Das ist nicht jetzt immer ein VIP Townhouse in London, zeigen wir Sie unsere Produkte da inszenieren und die Assets der Content, der da entsteht den nutzen wir tatsächlich auch sowohl für unsere Homepage als auch für die Kommunikation.
00:20:39: Und wie international seid ihr da unterwegs?
00:20:41: Wie viel findet denn in Deutschland statt?
00:20:44: Also prozentual ist Dach immer noch unser größter Markt.
00:20:50: Aber gerade was diese Taste-Maker, aber im Prinzip eigentlich bei allen Influencern haben wir tatsächlich europaweit in fast allen unserer Märkten, haben wir Profile die da entsprechend für uns kommunizieren.
00:21:03: Du hattest es vorhin schon kurz angesprochen, die West Wing Collection.
00:21:06: Das ist eure eigene Kollektion, eure eigene Marke.
00:21:11: Die gibt's seit dem Jahr zwei Tausend Achtzehn glaube ich schon.
00:21:13: Ist ein zentraler Bestandteil eures Geschäfts.
00:21:16: Was kann so eine eigene Kollekktion für die Marke leisten was externe Brands nicht leisten können?
00:21:22: Also rein wenn man über Brand-Image geht.
00:21:25: das ist natürlich eine gewisse Designautorität und das ist auch total wichtig.
00:21:30: Wir haben hier einen Design Team sitzen.
00:21:32: Wir haben eine Creative Direktorin, die sitzt hier und macht die Kollektion.
00:21:35: Das ist nicht... Da ruft mich jemand in China an und sagt hier guck mal und der kommt.
00:21:40: Also Qualität spielt ne Riesenrolle und eben dieses Design Team spielt auch ne große Rolle einfach für uns als Positionierung als Design Brand.
00:21:50: Dementsprechend ist das für uns natürlich total wichtig.
00:21:54: Es ist auch der Moment wo wir auch Trends erschaffen können, wo wir wirklich Trendprodukte kreieren können.
00:22:04: und Brand oder Produkt eng zusammenarbeiten können.
00:22:10: Wir arbeiten sehr eng, wir sprechen sehr viel, wir können Produkte definieren die wir glauben für den Markt wichtig sind und sie auch in der Kommunikation gut funktionieren können.
00:22:19: das machen wir ganz eng mit dem Design Team Versus Third Party Brands wo wir natürlich eine Kuration machen im Rahmen des Einkaufes.
00:22:27: welche Produkte zeigen wir?
00:22:28: Welche Produkte nehmen wir auf die Plattform aber wo unsere?
00:22:32: unser kreativer Spielraum natürlich ein wesentlich kleinerer ist in der Kommunikation.
00:22:37: Und entsprechend ist die West Wing Collection wirklich der Backbone von West Wing, also es das was uns als Marke auch am stärksten darstellt und wie vorhin schon gesagt weg vom von einem klassischen Retailer, vom Händler hin zu einer Design-Band.
00:22:58: Jetzt verkauft Westwing ja nicht nur Produkte sondern mit dem Design Service bietet ihr auch eine Einrichtungsberatung an.
00:23:04: Wie verendet denn so ein Service die Beziehung zwischen Marke und Kundinnen?
00:23:09: Ja das ist auch total wichtig und zahlt darauf ein was ich vorhin gesagt habe dass wir eben als Marke West
00:23:16: Wing
00:23:18: die Kunden Dinnen an die Hand nehmen wollen und einen echten Support geben.
00:23:25: Also es geht nicht darum, einfach nur Produkte in diese Welt zu schicken sondern die Kundinnen zu verstehen und ihr die Möglichkeit eben die Möglichkeit zu geben ihr Zuhause so einzurichten dass das super geschmackvoll ist aber ihr oder ihm selbst entspricht.
00:23:46: Das heißt, ihr kommt wirklich zu den Leuten auch nach Hause ins Wohnzimmer?
00:23:50: Teilweise ja.
00:23:51: Also es gibt verschiedene Pakete im Design Service, die man duchen kann.
00:23:55: in dem Premium-Paket ist es tatsächlich so dass jemand nach Hause kommt.
00:23:59: ansonsten ist das eine sehr persönliche Beratung also ist eine Videoberatung.
00:24:03: Es sind schon die lustigsten Geschichten habe ich da schon gehört von persönlichen Geschichten, die da kommen.
00:24:11: Ist eine Videoberatung und dann wird ein Dreideekonzept erstellt auf Basis dessen Das heißt der Kunde schickt Bilder, schickt ein Floorplan und auf Basis dessen wird dann einen Raumplan erstellt mit Vorschlägen.
00:24:29: Aber wie gesagt in diesem Premium-Paket ist es sogar auch so dass jemand zu dir nach Hause kommen kann ja.
00:24:34: Und was sind das für Leute die typischerweise so ein Designsurfes buchen?
00:24:39: Sind sie gerade neu eingezogen?
00:24:41: Da gibt's ganz viele unterschiedliche Geschichten.
00:24:44: Also ja, es sind Leute die gerade umgezogen sind.
00:24:47: Es sind Leute, die beruflich sehr eingebunden und entsprechend eben Support brauchen.
00:24:55: Wir haben schon Geschichten von Scheidungsfällen gehört.
00:24:58: Das sind da sehr, sehr viele persönliche Geschichte aber das sind auch Problemfälle im Sinne von.
00:25:03: ich hab hier so eine Kruschelecke oder mein Büro Mein Home Office also jeder kennt diese klassischen der kleine Flur der kleinen Balkon wie.
00:25:10: Das ist eben auch das, wo einfach die Expertise der Designerinnen und der Innenarchitektinnen sehr hilfreich sein können.
00:25:20: Eine ganz wichtige Rolle bei euch spielen ja auch die Kooperationen, die ihr eingeht.
00:25:24: Es waren im letzten Jahr ganz unterschiedliche.
00:25:27: Ich persönlich fand es voll spannend.
00:25:29: Crosby Studios und Harry Noreef.
00:25:31: mit Gooby hat ihr eine Kooperation mit DEDA mit Meißen.
00:25:35: Was verbindet all diese Partnerschaften?
00:25:37: Und welche Rolle spielen sie für eure Markenidentität?
00:25:40: Mhm.
00:25:41: Also um sich einmal über Crosby, Harry Nouriev zu sprechen.
00:25:46: Das war die größte Kollaboration, die wir letztes Jahr gemacht
00:25:50: haben
00:25:51: und das ist tatsächlich natürlich für uns auch total wichtig eben für Design Authority.
00:25:56: also ganz klar hinzugehen und mit jemandem zur Arbeiten der eine solche Design-Autorität hat und entsprechend mit ihm in dem Falle eine Kollektion zu entwickeln.
00:26:08: Er hat dann ganz eng mit unserer Designdirektorin zusammen gearbeitet und eine Kollektion zu entwickeln, ist für uns einfach wirklich total wichtig um eben ganz klar zu kommunizieren wir sind eine Design Brand.
00:26:23: Und da war das sehr hilfreich.
00:26:25: also sei es eben über die Presse oder sei es über die Veranstaltung und alles was wir gemeinsam mit ihm gemacht haben, da haben wir eine ganz klare Positionierung gehabt.
00:26:39: Und nach welchen Kriterien wählt ihr generell eure Kooperationspartner aus?
00:26:44: Ja, das ist tatsächlich eine Designautorität.
00:26:48: Also das sind Leute die in ihrem Bereich wirklich etwas erreicht haben und etwas zu sagen haben Und die entsprechend entweder uns ergänzen, also das was wir machen ergänzend und etwas zuzugeben.
00:27:03: Eine neue Zielgruppe oder eben einen frischen Blick auf die Dinge finde ich auch wichtig dass man nicht immer nur in seinen eigenen Süppchen rührt ne?
00:27:11: Wir sitzen hier in München und dann kann man auch mal bestimmte Teile funktionieren sehr gut und dann macht man sie nochmal noch einmal und sondern dass man da so einfach mal so den Kopf durch gepustet bekommt und sagt ach ja krass nee!
00:27:23: So geht es ja auch.
00:27:25: Also wirklich frisch bleiben, eine Relevanz in der Design-Zielgruppe auch zu behalten.
00:27:32: Das kann auch unstrengend sein.
00:27:34: Es ist natürlich bequemer irgendwie in seiner eigenen Suppe zu rühren aber das ist wie mit dem Alter werden.
00:27:41: man muss immer am Trend bleiben und mit den jungen Leuten reden.
00:27:45: Man muss verstehen was geht denn da draußen eigentlich ab?
00:27:48: Und deswegen auch die Taste Maker!
00:27:50: Wir wollen frisch in der Birne bleiben und dafür helfen die uns natürlich sehr.
00:27:56: Und hast du persönlich eine Lieblingskooperation aus der letzten Zeit?
00:28:00: Die kommt noch!
00:28:02: Okay, sind wir gespannt.
00:28:03: Ich
00:28:03: kann da leider nichts verraten aber die kommt noch.
00:28:05: Aber Harry Nouriev war schon toll es war schon... Es war wild das war auch anstrengend Das war auch crazy from time to time muss man auch ehrlich sagen.
00:28:14: aber es war auch super cool.
00:28:16: also es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht Wahnsinnig, ja.
00:28:22: Wahnsinnig interessant mit Harry auch eng zusammenzuarbeiten, sowohl in der Kollektion als auch in der Kampagne.
00:28:31: Einfach Dinge anders denken das war schon cool.
00:28:34: aber ich mochte auch was wir da gemacht haben.
00:28:37: Ich habe hier links neben mir auch den Bobby Stuhl, den es leider nicht mehr zu kaufen gibt.
00:28:42: Ich bin umgezogen und wollte ihn kaufen.
00:28:43: Es gibt die nicht mehr mit dem DEDAR Fabric.
00:28:46: Das war auch toll also dass die Koalaborationen waren eine ganz andere.
00:28:49: Die haben unsere bestehenden... aus der bestehenden Kollektion und haben sie mit D-Darstoffen bespannt.
00:28:56: Das heißt, da ging es nicht um Design sondern da ging ganz klar um Qualität.
00:29:00: Und das war auch toll!
00:29:03: Da passieren jetzt noch ganz aufregende Dinge, auf die ich mich sehr
00:29:06: freue.
00:29:06: Super, sind wir gespannt.
00:29:09: Kooperation, Social Media, Campaign in Storz oder eure eigene Kollektionen – das sind ganz verschiedene unterschiedliche Touchpoints.
00:29:18: Wie schafft ihr es da, konsistent zu bleiben?
00:29:22: Entscheidungen treffen.
00:29:23: Also klar, wir haben Guidelines und so ich weiß nicht wie oft sich die Leute die Guidelines angucken.
00:29:28: also das war wichtig.
00:29:29: dieses Brand Exercise was wir vor zweieinhalb Jahren gemacht haben war wichtig um die Basis zu setzen.
00:29:35: dass auf der Basis haben wir Guidelines erstellt.
00:29:38: Die sind auch da und die können sich die leute auch angucken.
00:29:41: mittlerweile glaube ich ist es schon.
00:29:43: durch Eine sehr konsistente Kommunikation über einen gewissen Zeitraum ist es auch schon gelernt und gelebt, aber das Wichtigste ist Entscheidungen zu treffen.
00:29:55: Und Nein zu sagen!
00:29:57: So schafft man eine gewisse Konsistenz und da einfach auch sehr strikt zu sein.
00:30:04: Manchmal nicht die beliebteste, glaube ich.
00:30:06: Oh Gott jetzt müssen wir es noch nücher zeigen!
00:30:08: Weil ich eben auch sehr oft sage, das machen wir nicht.
00:30:10: Nein, das funktioniert nicht und das ist Konsistenz.
00:30:14: Und das eine ist wie gesagt die Richtung vorzugeben und das andere zu ganz vielen Sachen zu sagen machen wir nichts.
00:30:22: Das ist nicht immer bequem.
00:30:26: Wir sind schon fast am Ende gekommen.
00:30:28: Wahnsinn, die Zeit rennt Wenn du nach vorne schaust, was wird aus deiner Sicht den Unterschied machen zwischen starken und austauschbaren Detoussi-Markten?
00:30:38: Also in den letzten Jahren haben wir sehr stark an unserer Visualität gearbeitet und ich bin auch super froh, dass wir das gemacht haben.
00:30:45: Und jetzt da sind wo wir sind weil going forward wird Content nicht mehr der differentiator sein.
00:30:51: Wir sind in Zeiten von AI.
00:30:54: jedes Content piece kann mehr oder weniger kopiert werden.
00:30:58: die Kuration spielt eine Rolle also das Thema Man kann es ja schon fast nicht mehr hören.
00:31:02: Aber das Thema Geschmack spielt eine große Rolle, Entscheidungen treffen spielt eine grosse Rolle also nicht alles annehmen was da kommt aber trotzdem wird Content auf einem sehr hohen Niveau auch bei Fast Furniture Brands sein.
00:31:20: Das heißt, das was am Ende den Unterschied macht ist die Marke.
00:31:25: Eine starke Marke zu sein und da auch eine starke Expertise zu haben also diesen Geschmack diese eine Haltung zu haben zu Dingen wie es gerade schon gesagt Entscheidung Dinge Nein zu sagen und da ganz weit nach vorne.
00:31:42: Und auch sich immer wieder zu verändern, wie ich es eben über Social Media gesagt habe die Zeiten wo ich einen Jahresplan gemacht hab und dann ist das ja der nächsten Jahresplan.
00:31:51: Die sind vorbei.
00:31:52: man gibt eine Richtung vor und dann adjustiert man auf einer Daily Bases eigentlich also starke Marke Haltung Entscheidungen treffen und Geschmack haben.
00:32:04: Du hast es gerade angesprochen KI.
00:32:06: welche Rolle spielt das bei euch im Unternehmen?
00:32:09: Es spielt auf jeden Fall eine Rolle, also es zu negieren wäre fahrlässig.
00:32:15: Auf der einen Seite spielt das eine Rolle um Effizienzen zu schaffen schneller zu werden Raum zu schaffen für Themen in denen man eben andere Themen die viel Zeit eingenommen haben Stelle abhaken kann.
00:32:30: aber auch in der Content Generierung spielt es natürlich eine Rolle.
00:32:33: Also wir machen ja nicht nur Kampagnen oder Social Media wenn man auf unsere seite geht jedes Also Product Detail Page, jeder Freistelle.
00:32:40: Es wird ja alles produziert und fotografiert und so Moodimages usw.
00:32:46: Und da schauen wir uns natürlich ganz genau an.
00:32:48: Wir machen schon sehr viel mit KI da.
00:32:51: Momentan ist es Mainly Enhancement.
00:32:54: Das heißt, wir fotografieren und machen dann vielleicht einen sonnigen Hintergrund statt herbstlichen Hintergrund oder so.
00:33:03: Wir ändern ein paar Sachen oder Schatten
00:33:04: usw.,
00:33:06: Und Going Forward wird es aber noch mehr werden.
00:33:10: Aber vor allem bei On-Side Mood Bildern, wo man wirklich sagt... Da können wir einfach dafür sorgen, dass zum Beispiel hundert Prozent unserer Produkte Mutbilder auf der Seite haben.
00:33:22: Das haben wir aktuell nicht.
00:33:23: Aktuell haben glaube ich sechzig Prozent unserer Producten Mutbild.
00:33:26: Das gibt uns natürlich viel mehr Möglichkeiten da mehr zu machen.
00:33:31: wenn wir in die klassische Kommunikation gehen also Social Media und auch Kampagnen-Kommunikation Werden wir AI nutzen, wenn's zum Konzept passt.
00:33:41: Aber die Emotionalität, die wir durch Verhaftigkeit bekommen, werden wir nach wie vor auch über ganz klassische Produktionen und Kampagnen-Exekutionen steuern.
00:33:56: Wie es sich weiterentwickelt in den nächsten Monaten Jahren muss man natürlich am Ball bleiben.
00:34:02: Authentizität ist ein wichtiges Thema bei euch oder?
00:34:05: Wenn ich das richtig verstehe... Eine allerletzte Frage habe ich sogar noch zum Abschluss.
00:34:10: Welche West Wing-Kampagne dich am stolzesten
00:34:13: macht?
00:34:14: Persönlich.
00:34:16: Also ich würde sagen, es ist nicht eine Kampagne.
00:34:17: das was mich wirklich stolz macht ist diese ganze umpositioniere Positionierung die wir seit dreiundzwanzig gemacht haben.
00:34:25: also hin von diesen theoretischen a ja ok dass jetzt unsere zielgruppe aha und das mögen die uns so und dafür dafür wollen wir stehen hinzu und so sieht's jetzt aus und das konsistent über ein relativ langen Zeitraum jetzt schon.
00:34:41: Das macht mich wirklich stolz, weil da geht es nicht nur darum eine Vision zu haben sondern das ist so viel mehr.
00:34:48: Diese Vision ins Unternehmen zu tragen die Strukturen dafür zu schaffen die Prozesse dafür zu schaffen.
00:34:54: Es war ja ein ganz anderes Unternehmen was ganz anders funktioniert hat die richtigen Leute dafür zu haben.
00:35:01: und also Und da sind wir als Team auch sehr stolz drauf, dass das tatsächlich so funktioniert hat.
00:35:09: Weil das ist zum Beispiel etwas, das funktioniert nur mit Leuten.
00:35:13: KI kann nicht unterstützen wenn du es richtig nutzt aber die Seele dahinter, das so durchzuziehen und so Konsistenz zu machen dafür brauchst du die richtigen Leute.
00:35:24: Ich finde das war ein super schönes Schlusswort.
00:35:27: Vielen Dank liebe Lydia Dass Du dir die Zeit genommen hast.
00:35:31: Danke Dir
00:35:32: Das war der Design Perspectives Podcast.
00:35:35: Wenn euch die Folge gefallen hat, freuen wir uns über ein Abo und natürlich wenn ihr beim nächsten Mal wieder rein hört!
00:35:41: Habt ihr Fragen, Feedback oder Themenwünsche?
00:35:44: Schreibt uns gerne an podcastetgdc.de Bis bald.
Neuer Kommentar